Die 10 Missionen der Solo-Kampagne (zusätzlich 6 durch die Erweiterung) stellen euch immer wieder vor neue Herausforderungen und erzählen in kurzen Texten die Geschichte des Videospiels.
Ihr versucht in der jeweils vorgegebenen Zug-Anzahl die Missionsziele zu schaffen. Dabei kommt nach und nach mehr des Grundspiel-Materials hinzu, was einen tollen Einstieg in das nicht unkomplexe Aufbau-Strategie-Spiel bietet.
Autor*in: Martin Wallace
Solo-Autor*in: Stephen Hurn
Illustration: Fiore GmbH
Erschienen bei: KOSMOS (2020)
Solo-Modus:
- Win/Lose
- Szenarien
- alternativ: Beat Your Own Score
Solo-Mechanismen:
- Vorgegebene Zug-Anzahl
Solo-Hürde:
- Mittel

Pros & Cons
Pro:
- Nach dem generellen Regel-Einstieg (siehe Contra) bietet die Kampagne eine tolle Progression mit steigendem Schwierigkeitsgrad
- Schönes Effizienzpuzzle rund um die Produktionsketten und Bedürfnisse der Bevölkerung
- Je nach Missionsziel wird eine etwas andere Spielweise gefordert
- Ziele wirken zunächst unerreichbar, später befriedigendes Spielgefühl durch genügend Mittel
- Cleverer Einsatz des vorhandenen Spielmaterials, z.B. Zusammenstellung des Zeitstapels (gibt Anzahl der Züge vor) aus den verschiedenen Bevölkerungskarten
- Neben der Kampagne bieten Grundspiel und Erweiterung allgemeine Solo-Regeln für eine Highscore-Jagd
Contra:
- Lern-Aufwand zu Beginn und für den Wiedereinstieg recht hoch:
- Grundregel
- + veränderter Aufbau/Regeln für das Solo-Spiel
- + veränderter Aufbau/Regeln pro Mission
- (mit Erweiterung das nochmal verdoppelt 😅)
- Wie bereits im Videospiel wird das Thema Kolonialismus unkommentiert und ohne Einordnung im Regelheft umgesetzt
- Anfangs leicht zu vergessen, eine Karte vom Zeitstapel aufzudecken – später fällt dies leichter, da es mitunter auch Belohnungen gibt
Was Mel meint

Nachdem ich das Videospiel durchgespielt hatte, kam die Lust, mich nun auch mal der Solo-Kampagne des Brettspiels zu widmen.
Ich bin begeistert, welch leichten Einstieg die ersten Szenarien bieten, indem nur wenig des Spielmaterials für diese Partien zur Verfügung steht. Nach und nach kommen dann weitere Gebäude, Bevölkerungsstufen und Mechaniken hinzu, sodass sich ein runder Spielfluss einstellt, der kluge Entscheidungen erfordert. Für mich hat jede einzelne Mission eine spannende Herausforderung geboten!
Meiner Meinung nach lohnt sich Anno 1800 auch, wenn man es ausschließlich solo spielt.
Die Erweiterung führt interessante zusätzliche Elemente, sowie die Möglichkeit zu Kettenzügen, ein. Wem es dann nicht zu viel der Regelhefte ist, kann sich durch insgesamt 16 Missionen knobeln.
Bei mir betrug die Spielzeit in den ersten Missionen des Grundspiels nur zwischen 10 und 30 Minuten. Später stieg sie auf durchschnittlich 50 Minuten.
Noch ein Hinweis: Vor einigen Jahren konnte ich die Solo-Anleitung als gedrucktes Regelheft in einem Brettspielgeschäft kaufen. Ich weiß nicht, wie die Verfügbarkeit heute aussieht. Aber bei KOSMOS steht sie zum Download bereit.







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